

„Welch gute Stimmung – trotz Regen im zweiten Teil,“ schreibt Heidi Kundela in ihrem Rückblick – und gibt das Lob, das sie von den Organisatoren des Vereins VSO aus Chur erhalten hat, grosszügig weiter: So viele und v.a. so viele junge Leute habe er noch nie angetroffen in einem Helferteam. Es sei wirklich toll, sie beim Packen zu erleben, zitiert sie Carl Rusch aus Chur, einen der ersten Männer im Projekt VSO vor 30 Jahren. Auch Fredi Schleier, Koordinator der Projekte in der Ostschweiz, der ebenfalls seit Beginn der Sammlung im Hintergrund die Fäden zieht, zeigte sich begeistert.

Eine Parforce-Leistung legte einmal mehr der Projektpartner aus der Ukraine an den Tag: Petér Szeghljànik. Er war bereits am Tag zuvor mit einem Lieferwagen samt Anhänger in St. Gallen eingetroffen, begleitet von einem Sattelschlepper mit zwei weiteren Fahrern. Sie waren am Freitag im Raum St. Gallen unterwegs für den Verlad verschiedener Hilfsgüter von anderen Ostschweizer Sammelstellen. Nach dem Verlad der Güter aus dem Riethüsli wurde alles in Landquart in den Sattelschlepper umgeladen. Petér trat danach mit seinem Kleinbus und Anhänger die 1600 km lange Rückreise an. Am andern Tag meldete er sich bei Heidi Kundela, dass er, der als Pastor einer Gemeinde tätig ist, rechtzeitig am Sonntagmorgen zum 10 Uhr-Gottesdienst wieder in seiner Heimat angekommen sei – nach 20 Fahrstunden!
Erfreulich prall gefüllt waren nach der Sammlung auch die beiden Spendenkässeli: 1200 Franken kamen in der kurzen Zeit zusammen. Dies nach dem dringenden Hinweis, dass die Waren ja auch transportiert werden müssen und die Transportkosten entsprechend der langen (total 3000 km) Wege sehr hoch sind. Rund die Hälfte der Spenden ging deshalb an die Transportkosten, die andere Hälfte an den Hauspflegedienst in Rumänien, wo 30 Personen betreut werden.


Trotz des grossen Erfolges macht sich Heidi Kundela bereits Sorgen um die Zukunft der Sammlung im Riethüsli. „Einige Helferinnen und Helfer, welche zum Teil bereits seit Anfang dabei sind, möchten gerne kürzertreten, weshalb weiterhin junge Leute gesucht werden, welche bereit sind, Hand anzulegen für diese gute und sinnvolle Sache.“
EG
[post_teaser id=“22428, 21293, 20972, 19594, 15260″]
