
Erich Gmünder, Text und Fotos
Diese Bohrung ist gleichzeitig die letzte in einer ganzen Reihe und kann vermutlich noch diese Woche abgeschlossen werden. Hintergrund ist die geplante Tunnelverbindung zwischen der Liebegg und dem Güterbahnhof. Damit diese aus geologischer Sicht mit möglichst geringem Aufwand erstellt werden kann, ist es wichtig, die unterirdischen Verhältnisse genau zu kennen.
Ruedi Vögeli, diplomierter Ingenieur ETH/SIA, ist Projektleiter Grossprojekte beim Tiefbauamt des Kantons St. Gallen und als solcher auch zuständig für das Projekt Tunnel Liebegg.
Laut Ruedi Vögeli haben die ersten Ergebnisse der Bohrungen dazu geführt, dass die Tunnelachse leicht nach Westen verschoben wurde. Dies um der berüchtigten Schmelzwasserrinne unterhalb der Schulhauswiese auszuweichen.
Diese Rinne war bereits einmal ein Thema: Beim Bau des Ruckhaldetunnels im Jahre 2017 war der Wassereintritt ein grosses Problem, weshalb das Wasser auf der Schulhauswiese gefasst und über lange Leitungen oberirdisch an der Tunnelbaustelle vorbei geführt werden musste.
Die neue Linienführung nach der Verschiebung der Achse Richtung Westen. Zum Vergrössern auf den Plan klicken. Illustration: zVg.
Der gleiche Grund führte nun zur Verschiebung der Linienführung Richtung Westen. Das ist nun laut Ruedi Vögeli die definitive Linienführung, die durch die letzten Bohrungen bestätigt wurde.

Der sogenannte Liebegganschluss soll, wenn er dann auch politisch durch alle Instanzen abgesegnet ist, gemäss offiziellem Zeitplan 2040 eröffnet werden.
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