Dem Street-Art-Künstler Martin Tiziani war die zirka 6 Meter breite und 5 Meter hohe Stützmauer schon lange aufgefallen, grau und trist, wie sie ist. Er holte von der Stadt und den Appenzeller Bahnen die Erlaubnis ein, die eintönige Fläche zu gestalten.

Im Gesuch für die Neugestaltung schreibt der Street-Artist, dass er bereits seit längerem versuche, Unorte in der Stadt St.Gallen mit etwas Farbe und Witz aufzuwerten. Er verweist dabei unter anderem auf seine Werke an der Langgasse und der Rorschacher Strasse.

Martin Tiziani hat bereits das Kioskhäuschen bei der Bushaltestelle Neudorf und eine Betonwand in der Unterführung an der Kreuzung Langgasse/Splügenstrasse umgestaltet.
Das Feedback der Passantinnen und Passanten sei jedes Mal unglaublich positiv, so Tiziani. Dies bestärke ihn, auch weitere graue Flächen in Angriff zu nehmen. Denn er selbst gehe gerne mit wachem Blick durch die Stadt und suche dabei stets nach einer «spannenden Situation». Genau das möchte er Passantinnen und Passanten sowie den Fahrgästen der Appenzeller Bahnen mit seinem Wandbild im Riethüsli bescheren.
Augen auf
Er möchte mit seiner Kunst auch erreichen, dass die Menschen wieder vermehrt die Umwelt wahrnehmen und den Blick für Details schärfen. Die Leute sollen in der Bahn gespannt am Fenster sitzen, weil sie bei jeder Fahrt etwas neues erkennen wollen. Ausserdem möchte er mit seinen Wandbildern zum Nachdenken anregen. Die Leute sollen sich fragen, was die Aussage hinter dem Kunstwerk ist.


