
Heidi Kundela, VSO Selbsthilfeprojekte im Osten, Rumänien und Ukraine
Wie hatten wir Glück mit dem Wetter! Stellt euch vor, wie es gewesen wäre, das jetzige nebelfeuchte Wetter für unsere Sammlung!

Überall zupackende und aufgestellte Helferinnen und Helfer. Ankommen, Ausladen, Herumtragen, Hineinstopfen, Zuschnüren, Wegtragen, Abfahren, Lachen, Rufen, Staunen, Danken – einem Bienenhaus gleich!

Zusammengekommen ist am Samstag sehr viel Material, zwar wenige (aber sehr hochwertige) Velos, sehr, sehr viele Kleider, viele Schuhe, wenige Skis, Snowboards, viele Taschen und Koffern, viel Werkzeug, ein Rollator, Stöcke, Spielzeug, und natürlich ganz viel Material aus Haushaltungen, wovon vieles noch gepolstert und eingepackt werden musste und beschriftet mit „Elemir’s Romaprojekt“. Viele der 110 Liter Säcke haben wir erhalten von „Hand für Afrika“, da sie Kleider für den Winter sinnvollerweise an uns weitergeben. Ebenso hat der evangelische Frauenverein Gossau einen Restposten aus seinem Brockenhaus an unsere Sammlung gebracht.
Gekommen für den Verlad um halb 11 ist dann unser Koordinator Fredi Schleier aus Landquart, sowie Petér Szeghljànik zusammen mit Josef, einem ukrainischen Mitarbeiter, mit Lastwagen und Riesen-Anhänger. Fredi musste dann gleich weiter für den Verlad in Rotmonten, wo am Samstag ebenfalls die Herbstsammlung für Rumänien/Ukraine stattgefunden hat.


Sichtlich dankbar für unsere Arbeit im Riethüsli an diesem Tag, hat er Zeichen der Dankbarkeit aus der Ukraine mitgebracht für das Helferteam: frisch gemahlenen knallroten Paprika (vom kleinen Bauernhof seiner Schwiegereltern), sowie Akazienhonig aus der Ukraine, ein seltener Honig in Europa.
Zusammen mit unseren starken Männern, wie Alois, Roman, Franz, Said, Reinhard, haben sie dann bis 13 Uhr noch den aufwändigen Verlad auf die 2 Fahrzeuge gemacht, mit viel Unterstützung von Martina, Hildi, Erika, Marianne, etc. etc.. und nicht zu vergessen, die fleissigen Hände der 5 Kinder, die voll Eifer mitgeholfen haben.
Das Spendengeld war dank eines grossen Beitrages des evangelischen Frauenvereins Gossau eher stattlich, aufgerundet CHF 850.

CHF 600 gingen an Petér direkt für die Fahrtkosten und CHF 250 an den Hauspflegedienst. So wie es in unserem Flyer publiziert ist: Mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Waren und Ihren Spenden kann, nebst der Sicherung dieser Arbeitsplätze, zusätzlich Sozialhilfe mitfinanziert werden: z.B. im Nordosten Rumäniens ein Hauspflegedienst (30 betreute Personen), welchen 2 engagierten Frauen seit Jahren betreiben, was nur möglich ist dank der Unterstützung auch durch unsere Spendengelder.
Bei einem gemütlichen Mittagessen bei uns zu Hause konnten sich Petér und Josef etwas von den Reise-und Verpackungsstrapazen erholen und sich kurz stärken für die Fortsetzung des Tages, wo in Widnau nochmals alles umgeladen werden musste in einen Container. Um dann die Rückreise anzutreten in die Ukraine, 20 Fahrstunden! Wir hoffen, dass sie inzwischen gut zu Hause angekommen sind.
Der Erfolg dieser Herbstsammlung motiviert uns, weiterhin zu Hause Dinge auf die Seite zu legen für die Frühjahrssammlung 2020, und im Freundes-/Bekanntenkreis Reklame dafür zu machen!
Allen nochmals herzlichen Dank für euer Mitarbeiten und Mitdenken. Die ganze „Hilfe zur Selbsthilfe“ funktioniert ja nur mit genügend Menschen, die mit Herzblut dabei sind!
Der Kurzfilm „Ein Tag im Leben von Petér Szeghljànik“ zeigt auf, wo unsere Spenden und Geldmittel eingesetzt werden.
Heidi Kundela
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